Kia ist ja so eine Marke, die ich bislang zwar kannte, aber irgendwo unter Ferner liefen eingeordnet hatte. Während Hyundai mit dem Coupé ja ein Auto auf die Beine gestellt hat, das man auch gut finden kann und durch die Fahrzeugflotte für die Fußball-Weltmeisterschaft sowieso für genug Aufsehen sorgt, ist die andere Marke des Großonzerns aus Südkorea zuminest bei mir etwas unterhalb des Radars geflogen.

Tatsächlich scheint dies aber immer weniger Leuten so zu gehen: 2005 wurden mehr als 50000 Kia in Deutschland neu zugelassen und vermutlich werden es zukünftig eher mehr als weniger. Denn Kia macht Druck: Drei neue Modelle sollen gerade europäische Käufer ansprechen und sie dazu bewegen, mal in ein Kia-Autohaus zu schauen.
Der neue Kia Carnival ist ein klassicher Minivan, im guten wie im schlechten Sinn - eine recht unspannende, ehrlich gesagt sogar relativ hässliche Box auf Rädern, aber mit reichlich Platz, Vollausstattung und in einer Preisklasse, bei denen es anderswo erstmal ein dummes Gesicht und einen höflichen Vorschlag, sich doch mal bei den Gebrauchten umzusehen, gibt.
Für nicht so gut betuchte Freunde der alten M-Klasse von Mercedes hat Kia den Sorento im Angebot, einen neu gestylten SUV, den entweder ein Sechszylinder-Benziner oder ein Vierzylinder-Diesel mit 170PS antreibt.
Stolzer Besitzer eines neuen Sorentos mit Dieselmoter kann man schon für 29790 Euro werden. Für das gleiche Geld kann man sich aber auch einen gebrauchten 911er kaufen und hat wenigstens Spaß dabei.
Der dritte im Bunde ist der neue Kia Carens, der mit dem Auto, das aktuell unter dem Namen verkauft wird, nichts mehr gemein hat. Eine komplette Neuentwicklung mit einem gezielt europäischen Design (mit einem Hauch von Toyota, aber wen stört das schon?) soll auch hierzulande Menschen, die einen variablen Fünf- bis Siebensitzer suchen, begeistern.
